Im Salzburger Land ist gerade das Osterbrauchtum mit der Bevölkerung stark verwurzelt und wird zum Teil noch sehr stark gelebt, genauso wie auch die Feste im Jahreskreis in unserer Region noch sehr stark gelebt werden. Die Salzburger Volkskultur ist reich an Traditionen, überliefert von unseren Vorfahren. Sie hat einen, Gott sei Dank, großen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Quer durch alle Bevölkerungsschichten hat sich das unverfälschte Brauchtum erhalten. Viele Bräuche haben sich der Neuzeit angepasst, nur muss man sie mit einem wachsamen Auge betrachten.

Am Palmsonntag beginnt die Oster- oder Karwoche.

Die Kartage:
An den Kartagen ist früher auf den Feldern nicht gearbeitet worden. Der grüne Donnerstag, der große Fasttag-Karfreitag bilden die ruhigen Tage, wobei zu den Hauptfeiertagen die dunklen Tage wieder verschwinden und zu neuem Leben erwecken. Am Gründonnerstag fliegen nach alter Überlieferung die Glocken weg und statt den Kirchenglocken ziehen die Ratscherbuben in unseren Gemeinden ein um die Tageszeiten und Kirchzeiten anzukündigen.

Es gibt: 7 Reiser , magische Zahl 7, der 7-armige Leuchter bei den Juden, 7 Tage hat die Woche, 7 Sakramente kennt die Kirche, 7 Hauptsünden usw.

Für den richtigen Palmbuschen brauchen wir insgesamt 7 Sorten, die von Bäumen und Sträuchern geschnitten werden. Der wichtigste Bestand ist wohl das Weidenkätzchen (Palmkatzerl) im Gebinde, der immergrüne Buchs, Wacholder (Kranawitten), Stechpalme (Schredler), Eibe, Zeder und der Zypressenverwandte Sefen (Segen). Es ist natürlich Ehrensache, dass kein Draht zum Zusammenbinden verwendet wird, sondern die Felberrute (Kirbweide). Die Haselnuss verwenden wir für den Stecken. Zu Fasching müssen die Haselnussstauden abgeschnitten und ins Wasser gestellt werden. Die Felbergarten müssen gespalten werden damit sie elastisch werden.
Zusätzlicher Behang aus Äpfel, Brezen und Ostereier sind auch früher schon vereinzelt auf den Palmstangen vorgekommen. In der Neuzeit befinden sich bunte Hobelscharten, Papierblumen und allerlei Naschwerk am Palmbesen, das sollte nicht noch mehr Mode machen.

Bis nach dem 2. Weltkrieg war der Palmbuschen-Brauch reine Burschensache. Die Buben halfen beim Binden und durften die Palmbuschen zur Segnung tragen und wieder heimbringen. Als Vorrecht des Hausvaters galt dann wieder das Verteilen der geweihten Buschen im Herrgottswinkel, im Stall und auf den Feldern. Teilweise werden sie zu Georgi auf die Felder gesteckt. Gab es in der Familie keinen Buben, engagierte man sich für den Weihegang zur Kirche einen Palmbuschenträger bei Nachbarn oder Verwandten und belohnte das Einspringen mit einer Dankesgabe. Noch einmal, wichtig ist die klassische Siebenzahl im Büschel. Das farbige Dekor oder die nahrhaften Zutaten gehörten ursprünglich nicht dazu.

Termine & Veranstaltungen

Vereinsstammtisch

jeweils am letzten Freitag des Monats im Vereinsheim um 20:00 Uhr!

Brauchtumsgruppe StraßwalchenBrauchtumsgruppe Straßwalchen
Westbahnstraße 2, A-5204 Straßwalchen

info@brauchtumsgruppe-strasswalchen.at

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