Im Flachgau, speziell im Nordosten Richtung Straßwalchen, Hausruckviertel und Irrseegebiet ist bis heute noch die Handratsche gebräuchlich. In der Karwoche ziehen die Ministranten von Hof zu Hof mit ihren Ratschen. Beim Hof angekommen ist zuerst ein großes, lautes Ratschen angesagt mit allen zur Verfügung stehenden Ratschen. Durch diesen Lärm werden die Bauersleute hervorgerufen. Mit dem Spruch: „Ministranten bitten um d’ Osterao“ wird von den Bauersleuten die Spendengabe in Form von Eiern, heutzutage mehrfach in Geldspende abgewickelt. Nach diesem Ritual wird wieder geratscht. Die Ministranten bedanken sich und ziehen zum nächsten Hof. Die Teilnahme der Ministranten am „Ratschengehen“ ist groß, da ja dies der Lohn für den ehrenamtlichen Dienst in die Kirche ist.

Handratsche:
Meist werden sie von den Burschen selbst gebaut, sie ist nicht groß, ca. 20 cm lang, 7-8 cm breit und hat einen Drehstiel.

Die Bestandteile einer Flachgauer Handratschen sind:
Griff aus Fichtenholz mit Welle aus Buche,
2 Seitenteile aus Fichtenholz,
Zahnrad aus Buchenholz,
Feder aus Kiefernholz (Zeder),
Der Verbindungsteil als Unterlageplatte für die Feder ist aus Fichte

Die Fertigung der Handratsche ist relativ einfach, Schüler der Hauptschule Straßwalchen mit Ihrem HOL Wolfgang Mühlbauer sehen im Werkunterricht diese Aufgabe als eine sehr sinnvolle Arbeit mit Zukunft - um die Tradition nicht zu verlieren.

Die Straßwalchner Ratschen waren Teil des Europaweiten Comenius Projektes 2013.

Termine & Veranstaltungen

Vereinsstammtisch

jeweils am letzten Freitag des Monats im Vereinsheim um 20:00 Uhr!

Brauchtumsgruppe StraßwalchenBrauchtumsgruppe Straßwalchen
Westbahnstraße 2, A-5204 Straßwalchen

info@brauchtumsgruppe-strasswalchen.at

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